Am Sonntag startete das Newsnet, bestehend aus den Newsportalen von "Tages-Anzeiger", "Bund", "Basler Zeitung" und "Berner Zeitung", in Zusammenarbeit mit der "SonntagsZeitung" einen neuen Datenblog. Zahlen und Statistiken seien zur Währung der öffentlichen Kommunikation geworden und scheinen all das zu sein, was der Mensch nicht ist: objektiv, exakt und unfehlbar.
"Daten, verarbeitet zu Diagrammen, interaktiven Grafiken oder Karten sind nicht nur schön anzuschauen, der Betrachter lernt etwas und hat bestenfalls noch Spass dabei", sagt Datenblog-Projektleiter Marc Brupbacher in der Mitteilung. Der Blog setzt sich zum Ziel, aus Daten neue Erkenntnisse zu gewinnen: auffällige Muster, problematische Trends, Fehler im System. "Wir bringen diese Zahlen in neuer Form an die Öffentlichkeit und machen sie dem Leser zugänglich", ergänzt Brupbacher, der das Nachrichtenteam von Newsnet leitet.
"Als Journalisten müssen wir uns täglich mit neuen Daten befassen und unseren Lesern eine kompetente Einordnung liefern", wird Julian Schmidli, mitverantwortlicher Datenjournalist der "SonntagsZeitung", zitiert. Der neue Datenblog liefert Datengeschichten aus den Themenbereichen Kultur, Wirtschaft, Digital, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Sport.
Journalisten vom Newsnet und der "SonntagsZeitung" werden laut Mitteilung mit Visualisierungen, Charts und Applikationen "mal auf verspielte, mal auf klassische Weise" den Blog bespielen. Es seien grössere Recherchen geplant, aber auch tagesaktuelle Themen werden aufgegriffen. Dabei sollen Statistiken auch kritisch beleuchtet, Daten-Missbrauchs-Fälle oder fehlerhafte Methodik aufgedeckt und Daten-Auskunfts-Verweigerer entlarvt werden.
Leser können sich aktiv einbringen – etwa in Form von Verbesserungsvorschlägen, Kritik oder Themeninputs. (pd)