Newsroom für SRF-Newsjournalisten

SRG - Ab 2018 sollen sich die Journalisten statt auf eine Sendung auf ein bestimmtes Themengebiet spezialisieren.

Seit einem halben Jahr rumpelt und staubt es im Leutschenbach. Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF baut ein neues Gebäude. Neu wird aber nicht nur die Hülle, sondern auch das Konzept: Ab 2018 werden die Newsjournalisten bei SRF in einem gemeinsamen Newsroom arbeiten, das berichtet die SonntagsZeitung.

Was für Wirtschafts- und Sportthemen schon Normalität ist, soll mit dem «Newsroom 18», wie das Projekt intern heisst, nun auch für die Nachrichten gelten. Konkret werden Journalisten nicht mehr für eine bestimmte Sendung arbeiten, sondern Beiträge für mehrere Sendungen erstellen: «Alle heutigen Redaktoren der Newssendungen ‹Schweiz aktuell›, ‹Tagesschau› und ‹10vor10› und ebenso die heutigen Online-Redaktoren arbeiten in diesem Newsroom», bestätigt SRF gegenüber der SonntagsZeitung.

Das SRF will, dass sich die Journalisten mehr spezialisieren, um kompetenter zu berichten: «Die Redaktoren richten sich zukünftig stärker nach Inhalten statt nach Sendungen aus», sagt Chefredaktor Tristan Brenn. Zur Zeit prüfe das SRF, welche Fachredaktionen eingeführt werden sollen.

Für Inputter geht es schon früher los

Spätestens Ende 2018 werden die Journalisten den neuen Newsroom beziehen. Doch bereits im Mai wurde ein Teil der Redaktionen zusammengelegt. Und zwar die Inputter – das sind Journalisten, die Themenideen liefern.

Mit dem Newsroom will das SRF auch sparen. Die Betriebskosten sollen um 33 Prozent reduziert werden. Jährlich gibt das SRF für den Bereich Information 52,9 Millionen Franken aus. Darin eingerechnet sind neben den drei Nachrichten-Sendungen auch «SRF Börse» und «Glanz & Gloria».

Die Idee eines gemeinsamen Reporterpools für News-Sendungen geistert schon länger im Leutschenbach herum. Der ehemalige SRF-Chefredaktor Diego Yanez brachte das Konzept 2012 ins Rollen, sein Nachfolger Tristan Brenn setzt es jetzt um. (SoZ/lcv)

Bild: Keystone