"Nicht jedermann muss wissen, welchen Anstrich meine Badewanne hat"

- Nadja Zimmermann ist das Gesicht der neuen People-Sendung "Glanz & Gloria", mit dem das Schweizer Fernsehen sein Vorabendprogramm stärken will. Die Ex-VIVA-Frau setzte sich im Casting gegen 14 weitere Kandidatinnen durch. Gegenüber "persoenlich.com" offenbart die 28-Jährige, was sie an der Promiwelt reizt und weshalb sie selbst nicht gerne im Rampenlicht steht. Das Interview:

Wie sehr interessiert Sie die Welt der Stars und Sternchen?

Ich finde die Promi-Szene spannend, die Netzwerke, die hinter den Kulissen bestehen. Magazine wie die Schweizer Illustrierte und Gala lese ich regelmässig. Für mich steht der Mensch an sich im Mittelpunkt. Wie ist er ans Rampenlicht gelangt und wie verhält er sich privat? Das Bild der Stars in den Medien entspricht ja oftmals nicht dem realen Leben des Menschen. Wichtig erscheint mir dabei, dass wir in unseren Beiträgen niemanden erniedrigen oder ihn respektlos behandeln.

Sie arbeiteten als Produzentin der "Telescoop"-Sendung hinter der Kamera, nun stehen Sie wieder vor der Kamera: Was ist Ihnen lieber?

Ich mache beides gerne. Was mir nun lieber ist, kann ich nicht sagen.

Werden Sie neben der Moderation auch redaktionell für "Glanz & Gloria" tätig sein?

Ja, ich mache beides. Ich verfasse zum einen die Moderationstexte selbst und arbeite daneben auch bei den Beiträgen mit.

Fällt Ihnen der Weggang von "Telescoop" leicht?

Ich wusste bei "Telescoop" ein Superteam hinter mir. Das Gute an meinem neuen Job ist, dass ich selbständig arbeiten und daher meine früheren Arbeitskollegen immer noch treffen kann. Ich werde meine alten Freunde täglich auf dem Gang sehen und mit ihnen Mittagessen gehen. Es wird sich also gar nicht soviel ändern.

Dank Ihrem Engagement bei "Glanz & Gloria" werden Sie nun nicht nur über die Promi-Welt berichten, sondern auch zu ihr gehören. Stehen Sie gerne im Rampenlicht?

Ich bin nicht eine Person, die bewusst das Rampenlicht sucht. Es gibt bei mir Grenzen und die will ich markieren.

Wird man von Ihnen also keine Homestorys in der Schweizer Illustrierten lesen?

Ich möchte nicht, dass die Berichterstattung allzu nahe geht. Nicht jedermann muss wissen, welchen Anstrich meine Badewanne hat. Ich brauche meine Privatsphäre. Es ist mir allerdings auch klar, dass mein Job es erfordert, gewisse Dinge machen zu müssen.

Wie sehr plagt Sie die Angst, den hohen Erwartungen an Sie nicht gerecht zu werden?

Ich habe keine Angst vor der Herausforderung. Ich weiss ein sehr gutes Team hinter mir und bin sehr zuversichtlich, dass die Sendung gut ankommen wird. Zudem habe ich auch auf VIVA eine tägliche Livesendung moderiert, und bin mir daher einen hohen Rhythmus gewohnt.

In Ihrer Sendung berichten Sie über Klatsch aus der Promiwelt. Sind Sie privat auch eine Klatschbase?

Ich mag es, mit Freunden zusammenzusitzen und zu tratschen. Bei der Sendung "Glanz & Gloria" geht es aber nicht in erster Linie um Klatsch. Wir wollen vielmehr das Leben der Prominenten auf eine respektvolle Art und Weise zeigen.