Nicht mehr beim Bund

MeteoSchweiz - Stellen werden abgebaut, Angebot wird ausgeweitet.

MeteoSchweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, wird aus der zentralen Bundesanstalt ausgegliedert und bis 2014 in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt. Gleichzeitig sollen neue Angebote geschaffen und Kosten gesenkt werde.

MeteoSchweiz wird reformiert und entwickelt sich von einer Fachinstitution zu einem "unternehmerischen Wetterdienst", wie Bärbel Zierl, Informationsbeauftragte von MeteoSchweiz, am Dienstag vor den Medien sagte. Die Revision des Meteorologiegesetzes ist zurzeit in der Vernehmlassung. Die vollständige Inkraftsetzung ist für Anfang 2014 geplant. Weil Wetter- und Klimadaten dann kostenlos abgerufen werden können und wegen Sparmassnahmen des Bundes rechnet MeteoSchweiz jährlich mit 5 Millionen Franken weniger im Budget. Bis Ende 2013 sollen daher insgesamt 20 Stellen abgebaut werden. Dies soll über natürliche Abgänge geschehen. Zurzeit beschäftigt MeteoSchweiz 350 Mitarbeitende.

Zur weiteren Kostensenkung wird die Zahl der Standorte von sieben auf fünf reduziert. So zieht der Zürcher Hauptsitz vom Zürichberg an den Flughafen, wo es bereits eine Aussenstelle gibt. Auch in Genf sollen die beiden Standorte zusammengelegt werden.

Einerseits werden also Stellen abgebaut, andererseits sollen neue Produkte entwickelt werden. Durch eine straffere Organisation sollen dafür die nötigen Ressourcen geschaffen werden. Ausserdem wird ein neuer Bereich Produktmanagement eingeführt und die Kundenbetreuung verbessert. (sda)