Nikolaus Blome wird nicht Stv. Chefredaktor

Spiegel - Kompromiss im Streit um Wolfgang Büchners Entscheid gefunden.

Der Streit um die Wahl von Nikolaus Blome zum stellvertretenden Chefredaktor des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel" soll durch einen gefundenen Kompromiss beendet werden. Der Wunsch vom designierten neuen Chefredaktor Wolfgang Büchner, Blome zu seinem Stellvertreter und zum Redaktionsleiter in Berlin zu machen, hat sich nicht erfüllt. Meedia.de berichtete am Mittwoch, dass Blome nun lediglich als Mitglied der Chefredaktion und als Leiter des Hauptstadtbüros engagiert werde.

Am Mittwochnachmittag soll sich weiter zeigen, ob die kritischen Stimmen mit diesem Entscheid verstummen werden. Bei einer Informaitonsveranstaltung der Mitarbeiter soll Büchners neue Ankündigung besprochen werden.

Zahlreiche Mitarbeitende des Magazins waren mit Büchners Pläne Blome zum Vize-Chefredaktor zu machen, nicht einverstanden gewesen. Sie befürchteten, dass Blome, der derzeit noch stellvertretender Chefredaktor der "Bild"-Zeitung ist, beim Ton der Zeitschrift eine andere Richtung einschlagen könnte. "Der Spiegel" gehört zu 50,5 Prozent der Mitarbeiter-Kommanditgesellschaft, zu 25,5 Prozent dem Verlag Gruner+Jahr und zu 24 Prozent den Nachkommen des Verlagsgründers Rudolf Augstein. (lf)