Nimmt Vreni Schneider in Schutz

"Blick" - SF habe die Ski-Königin in den Dreck gezogen.

Ex-Skistar Vreni Schneider steht vor dem Start in eine Karriere als Schlagersängerin. Ihren ersten Auftritt hatte sie am Samstag in der Sendung "Happy Day" des Schweizer Fernsehens. In Röbi Kollers Show gab sie ihren Song "Kafi am Pistenrand" zum Besten. Das Studiopublikum schunkelte. Bald soll ihr erstes Album erscheinen. So weit, so gut.

Einen Tag später nahmen Victor Giacobbo und Mike Müller die 55-fache Weltcupsieger auf dem gleichen Sender dann hoch und versuchten sich an einer Satire. Immer wieder taucht Schneiders neue Karriere als Sängerin in den Pointen auf: Vom "Glarner Gangnam Style" war da die Rede. Oder davon, dass sie am ehesten von der Gay-Community akzeptiert werden würde. Dem "Blick" war das zu viel: "Lasst Vreni in Ruhe!" titelte die Zeitung am Dienstag. "SF zieht unsere Ski-Königin in den Dreck". Praktisch die gesamte Aufschlagseite des Sportbundes wurde diesem Thema gewidmet. Die Ski-Königin selber blieb, laut "Blick" souverän: "Ich will ja nicht ernsthaft eine Gesangskarriere - es war einfach ein Versuch." Die Kritik sei vielleicht berechtigt. Sie könne noch vieles besser machen.

Das könne auch "Giacobbo/Müller", findet der "Blick": "Eine Satiresendung soll erfrischend, scharfzüngig und kreativ sein. Verni auf diese Art blosszustellen, war weder originell noch witzig. Nur beleidigend und billig." (as)