Lange wurde um die TV-Rechte der Super League gekämpft. Am 19. Juli ist Saisonauftakt. Das erste Spiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel wird auf dem Pay-TV-Sender Teleclub übertragen: Ein Novum im Schweizer Fussball, wie der Tages-Anzeiger (TA) schreibt. Auf dem zweiten Kanal überträgt Teleclub parallel die Partie GC -- Sion und im Schweizer Fernsehen (SF) ist das Spiel Luzern -- FC Zürich zu sehen.
Die Tatsache, dass drei von fünf Meisterschaftsspielen live im Fernsehen übertragen werden, ist neu. Angefangen mit Live-Übertragungen hat das Schweizer Fenster von Sat.1. Es wurde am Sonntagnachmittag jeweils ein Spiel gezeigt. In der kommenden Saison wird dies ebenfalls noch der Fall sein, danach geht dieser Programmplatz jedoch an Teleclub über.
SF hat das Recht des Erstzugriffs auf sechs Partien, insgesamt wird es laut TA zehn Spiele übertragen. Den grössten Teil an Livespielen sendet Teleclub. Der Bezahlsender hat die finanzkräftige Swisscom im Hintergrund. Teleclub will sich laut Sportchef Roger Feiner als "Partner des Sports" etablieren. So werden ab September auch Eishockeyspiele zu sehen sein. Produziert werden die Sendungen von Ringier TV. Moderator wird wie bei Sat.1 Adrian Fetscherin sein, Experte bei den Fussballspielen Erich Vogel.
Signal nur über Kabel, nicht über Satellit
Das Schweizer Sportfenster von Teleclub ist nur über Kabel, nicht über Satellit empfangbar. Kunden mit Satellitenempfang können nur die deutschen Bundesligaspiele (via Premiere) sehen. Diesem Missstand soll Bluewin TV Abhilfe schaffen. Das Angebot von Swisscom soll überall empfangbar sein, wo ein ADSL-Anschluss möglich ist. Dank der Zusammenarbeit von Swisscom und Teleclub könnte der Engpass überbrückt werden, der entsteht, wenn gleichzeitig eine Fussball- und eine Eishockeyrunde stattfinden.