Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hat 2013 einen Verlust im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich geschrieben. Dies berichtet das "Handelsblatt" in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise.
Nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Thomas Lindner (vormals Gruner + Jahr und seit Anfang 2014 an Bord), liegt der Jahresfehlbetrag über dem von 2012. Damals hat die FAZ ein Minus von 4,3 Millionen Euro gemacht. Der Umsatz, der seinerzeit bei 260,2 Millionen Euro lag, dürfte auch zurückgegangen sein.
Mit unterschiedlichen Massnahmen wolle Lindner den Negativtrend stoppen, schreibt das Handelsblatt weiter: Einseits wurde die Seitenzahl reduziert. Ausserdem ist ein Stellenabbau in der Redaktion vorgesehen, der durch Fluktuation und Vorruhestandsregelungen umgesetzt werden soll. Betriebsbedingte Kündigungen sind gemäss der Zeitung nicht vorgesehen.
Deutlich zurückgefahren werde zudem die FAZ Executive School, ein Weiterbildungsangebot für Führungskräfte.
Mehr Werbe-Einnahmen soll das wiederbelebte, bei Anzeigenkunden beliebte "FAZ Magazin" bringen. Auch eine gemeinsame Anzeigenvermarktung mit der "Süddeutschen Zeitung“, der "Zeit“ und dem "Handelsblatt“ könnte das Anzeigengeschäft beleben. Die Pläne dafür seien aber noch nicht konkret. (handelsblatt.com)