06.03.2007

Newspaper Congress

Norbert Neininger kritisiert Leserreporter

Keine Konkurrenz für professionelle Journalisten und Fotografen.

Im Rahmen des derzeit in Wien stattfindenden European Newspaper Congress (ENC) hat sich Norbert Neininger, Herausgeber und Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten, am Dienstag kritisch zum Phänomen Leserreporter geäussert. Eine Panel-Diskussion mit Vertetern der Bild Zeitung, der Saarbrückner Nachrichten, der Schaffhauser Nachrichten sowie der Vorarlberger Nachrichten, widmete sich dem Thema "Leserreporter, Blogs, YouTube & Co.".

"Leserreporter sind billige Mitarbeiter, jedoch muss das eingegangene Material von teuren Journalisten überprüft werden", so Norbert Neininger. Weiters betonte er, dass die Schaffhauser Zeitung ihre Leser bereits seit 142 Jahren einbinde, was mit dem ausgeprägten Bürgersinn und der Demokratiekultur in der Schweiz zu tun habe. Ausserdem fördere man mit Leserreportern oft genug "Bullshit".

Neininger konzentriert sich als einer der seltenen Verlage im Internet weniger auf Inhalte als auf die Umsetzung von Konzepten für Unternehmen und beschäftigt damit knapp 100 Mitarbeiter. "Wenn Goldgräberstimmung herrscht, muss man Schaufeln verkaufen und nicht selber nach Gold suchen", so Neininger in der Diskussionsrunde.


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