Eine zu Beginn dieser Woche publizierte Studie des amerikanischen Pew Research Center's Project for Excellence in Journalism zeigt, dass die Nutzer von Online-Medien sehr leichtfüssig zwischen verschiedenen News-Sites wechseln, nirgends lange verweilen. Die Studie untersuchte die 200 grössten elektronischen News-Angebote der USA und fand, dass auch die bekanntesten unter ihnen wenig regelmässige Leser haben. Nur gerade 7 Prozent der Rezipienten sind sogenannte "Power User" und besuchen eine News-Site mehr als zehnmal pro Monat. Die Mehrheit drei Viertel der Rezipienten lässt sich nur ein- oder zweimal pro Monat auf derselben Site blicken.
Ein Grossteil der Rezipienten finden nicht aus eigenem Antrieb zu den Nachrichtenangeboten, sie werden von Vermittlern herangeführt. Selbst bei den bekanntesten Sites, so die Pew-Studie, sei die Suchmaschine Google der "primäre" Zubringer. Google News ist als Vermittler ebenfalls wichtig, Facebook ist stark im Kommen, Twitter dagegen sei bedeutungslos. Facebook mit seinen rund 500 Millionen Teilnehmern sei daran, sich als zentraler Mitspieler im News-Geschäft zu etablieren, bald sollen nicht mehr die Resultate der Suchmaschine, sondern die Hinweise von Freunden die Informationssuche hauptsächlich lenken.