Nur jeder Vierte würde für Online-Artikel bezahlen

Studie - Am erfolgversprechendsten scheint ein Bezahlmodell für längere Zeit.

Nach der NZZ und dem Tagi will bald auch die "Nordwestschweiz" eine Paywall einführen, wie die "Schweiz am Sonntag" schreibt. 

Nur: Die wenigsten Leser sind laut einer neuen Wemf-Studie bereit, für Online-Artikel zu bezahlen. 650 Personen wurden für die Studie zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Das Resultat: Nur 16 Prozent der Leser von digitalen Zeitungen haben überhaupt einmal für Inhalte bezahlt. Und lediglich 11 weitere Prozent geben an, künftig zahlungsbereit zu sein. Damit könne sich nur jeder Vierte der Befragten vorstellen, für Online-Artikel Geld auszugeben, schreibt die "Schweiz am Sonntag".

"Nachdem die Leser sich jahrelang an Gratis-Inhalte gewöhnt haben, wird es für die Verlage eine Herausforderung sein, den Nutzern zu erklären, warum ihr digitales Angebot nun kostenpflichtig ist", sagt die Projektleiterin der Studie, Jella Hoffmann, gegenüber der Zeitung.

Weitere Resultate der Studie 
Nur 6 Prozent würden für ein Online-Abo gleich viel oder mehr bezahlen wie für ein Print-Abo. Die Hälfte würde maximal 50 Rappen pro Story zahlen. Ebenfalls die Hälfte der Befragten gab an, auf eine Gratisplattform zu wechseln, sollten ihre bevorzugten Seiten künftig kostenpflichtig werden. 57 Prozent der Leser würden für einen Bericht mehr oder sogar deutlich mehr bezahlen als für einen Meinungsartikel. 

Am erfolgversprechendsten scheint ein Bezahlmodell für längere Zeit. Online-Leser sind gemäss Studie öfter bereit, für ein Online-Jahres-Abo zu zahlen als für ein Monats-Abo oder gar für einen Einzelartikel. (SaS)