Nur noch zwei Umfragewellen

Tamedia/20 Minuten - Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und 20 Minuten haben die Frequenz der Abstimmungsanfragen angepasst. «Zwei Umfragen genügen, um ein konsistentes Bild zu zeigen», findet Tagi-Inlandchef Mario Stäuble.

von Nick Lüthi

Aufgefallen war es einem Redaktor von Watson. In einem Artikel zur anstehenden AHV-Abstimmung wunderte er sich, warum Tages-Anzeiger und 20 Minuten die eigentlich fälligen Ergebnisse der zweiten von drei Umfragewellen noch nicht veröffentlicht haben. Vermutlich «weggespart», mutmasste er. Mario Stäuble, Ressortleiter Inland der Tages-Anzeiger-Redaktion, reagierte auf X (vormals Twitter) und bestätigte das Ausbleiben der zweiten Umfragewelle. Die Reduktion von drei auf zwei Wellen sei aber keine Sparübung. «Wir entwickeln die Umfrage ständig weiter und haben das Paket auf die neue Legislatur hin leicht angepasst», schreibt Stäuble.

Zusätzliche Elemente hinzugekommen

So seien im Laufe der Zeit zusätzliche Elemente hinzugekommen, etwa die Live-Hochrechnungen am Abstimmungssonntag, während aus den Kantonen die Resultate hereinkommen. Auch habe das mit der Durchführung der Umfragen betraute Institut LeeWas zusätzliche Sicherheitsschranken gegen Manipulationen eingebaut. Hinzu komme auch noch die Nachwahlbefragung. «Darum haben wir uns entschieden, auf eine Welle zu verzichten», hält Stäuble fest. «Wir waren alle der Meinung, dass zwei Umfragen genügen, um ein konsistentes Bild zu zeigen.» (nil)