Nur wenige Wissenschafter in den Medien

Studie - Nur ein paar Dutzend Professoren werden regelmässig als Experten befragt. Die Mehrheit erhält keine Medienaufmerksamkeit.

Rund 1100 der 5500 Professoren in der Schweiz haben Zürcher Forscher in einer Stichprobe erfasst. Dabei ergab sich: Gerade mal 42 davon werden regelmässig von den Medien als Experten herbeigezogen. Sie bestreiten 50 Prozent aller Statements, wie es in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag heisst.

Die drei meistzitierten «Medienstars der Schweizer Forscher» seien Michael Hengartner (Molekularbiologe und Rektor der Uni Zürich), Michael Ambühl (Experte für Verhandlungsführung und Konfliktmanagement, ETH Zürich) und Kathrin Altwegg (Astrophysikerin, Uni Bern). Forschungsinstitutionen, die am meisten genannt werden, sind die Uni St. Gallen und das Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf.

96 Prozent der Professoren erhalten laut der Untersuchung so gut wie keine Medienaufmerksamkeit. «Wohl auch, weil sie sich nicht aktiv darum bemühen – ganz anders als Politiker, Showstars und die vielen weiteren publizitätsgierigen Protagonisten der Aufmerksamkeitsökonomie», wie es in der NZZ weiter heisst. Die Untersuchung bestätige auch den Verdacht, dass sich Journalisten gerne stets bei denselben Forschern mit erwiesener Medienkompetenz bedienen würden.

Untersucht wurde die Berichterstattung von 100 Schweizer und 30'000 ausländischen Medien. (cbe)