NZZ porträtiert den Weltwoche-Chef

Roger Köppel - Roger Köppel sei ein «Nonkonformist» und «Knecht des Mainstreams» zugleich, schreibt die Neue Zürcher Zeitung in einem Porträt über den Weltwoche-Verleger und SVP-Nationalrat.

Wer ist der Mann, was treibt ihn an und was sind seine Prinzipien? Diesen Fragen geht der Autor eines Porträts über Roger Köppel auf den Grund, das die Neue Zürcher Zeitung am Dienstag veröffentlicht hat. Der Autor Samuel Tanner hat den Weltwoche-Verleger und SVP-Nationalrat bei einem Vortrag zur Schweizer Neutralität oder der Aufnahme seiner «Daily»-Sendungen für den YouTube-Kanal der Weltwoche begleitet.

Roger Köppel sei ein rhetorischer Pyrotechniker, der immer auf der Suche nach der Hitze des Gefechts sei, kommt der Autor zum Schluss. Und wenn er sie nicht finde, entzünde er sich selbst.

Zur Köppels Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine heisst es in dem Porträt: «Indem er auch der russischen Propaganda die Ehre erweist, positioniert er sich, auch wenn er sich nicht positionieren will. Es ist eine Publizistik des absoluten Relativismus, die auch hinter einen Kriegsführer ein Aber setzt.»

Roger Köppel sehe sich als Gegenfigur zu anderen Journalisten, etwa bei der NZZ, schreibt der Autor weiter. Er sei die Ausnahmefigur. Doch der Nonkonformist reagiere immer darauf, was die Konformen sagen. Damit werde er zum «Knecht des Mainstreams»: «So gesehen ist Roger Köppel, der Unruhegeist, ein Gefangener.» (mj)