Verleger in den USA stocken ihre Publikationen verstärkt mit Umweltthemen auf, in der Hoffnung umweltbewusste Leser und Werber anzuziehen. Den Anfang macht der Online-Zweig der Washington Post, Washingtonpost.com. Newsweek Interactive folgte mit sprig.com, das am Sonntag gelauncht wurde. National Geographic startet kommenden Montag eine neue Online-Seite mit dem Schwerpunkt auf Umweltnachrichten.
"Die Zahl der Unternehmen, die mit Öko-Themen werben, wird in den kommenden Jahren explodieren", sagt Josh Bernoff, Online-Medienanalyst bei Forrester Research, in der New York Times voraus.
Sprig, das umweltbewusste Frauen ansprechen will, hat es auf ein Mainstream-Publikum abgesehen. "Wir zielen auf die 95 Prozent der Leute ab, die zu fünf Prozent öko sind - nicht auf die fünf Prozent, die zu 95 Prozent öko sind", erklärt Jeanie Pyun, Chefredakteurin von Sprig. Mit der Washington Post als grossem Verleger im Rücken sei es laut Sprig-Geschäftsführerin Goli Sheikholeslami kein Problem gewesen, Werber zu finden.
National Geographics Öko-Website plant über 2'000 Seiten zu Umwelt-Nachrichten und versorgt die Leser mit ökologischen Reisetipps. Der Launch folgt dem Kauf des Portals thegreenguide.com im vergangenen Monat. Auch hier stellen die Verantwortlichen ein steigendes Interesse der Werber für Umweltthemen fest.

