Ökumenisches Medienzentrum in Zürich eröffnet

Relimedia - Bietet audiovisuelle Medien und Lehrmittel zum Download.

Mit einer kleinen Feier ist am Freitag in Zürich das neue ökumenische Medienzentrum Relimedia eröffnet worden. Es ist die schweizweit erste religionspädagogische Einrichtung, die audiovisuelle Medien und Lehrmittel zum Download anbietet. Das neue Zentrum liegt in unmittelbarer Nähe vom Kunsthaus. Hervorgegangen ist es aus dem Zusammenschluss der beiden Bibliotheken der reformierten und katholischen Landeskirsche sowie des ökumenischen Medienladens. Dieser war auf die Produktion, den Verleih und den Verkauf audiovisueller Medien spezialisiert.

Seit 2010 war es über den Medienladen auch möglich, Inhalte online auszuleihen - ein "europaweit einzigartiges Pilotprojekt", wie der Co-Präsident der Ökumenischen Mediengruppe, Charles Martig, vor Medienvertretern sagte. Das Angebot wird nun von Relimedia weitergeführt. Für die Zürcher Bevölkerung ist es kostenlos. In den Gestellen von Relimedia finden sich rund 22'000 Titel zu Themen wie Theologie, Weltreligionen, Lebenskunde und Religionspädagogik. Dazu gehören audiovisuelle, Print- und Onlinemedien, darunter 200 Kurzfilme. Die Online-Ausleihe von E-Books soll laut Martig im Laufe des kommenden Jahres möglich werden.

Bedeutende Sinnfragen

Die Präsidentin des Zürcher Lehrerinnen und Lehrerverbandes (ZLV), Lilo Lätzsch, lobte das "hochprofessionelle Angebot", das die Unterrichtsgestaltung mit Sicherheit erleichtern werde. Bei den Schülern sei das Fach Religion und Kultur sehr beliebt und liege hinter dem Sport gleich auf dem zweiten Platz. Ein Grund dafür sei, dass Sinnfragen für die Heranwachsenden eine wichtige Rolle spielten, sagte Lätzsch. Die neue Einrichtung solle keine stille Bibliothek sein, sondern ein Treffpunkt, der allen offenstehen soll, nicht nur Lehrerinnen und Lehrern, sagte Leiter Peter Weskamp. Auch Kursräume sind vorhanden. "Hier soll etwas laufen."

Die Projektkosten des Zusammenschlusses belaufen sich auf rund 200'000 Franken, wie Martig sagte. Die beiden Zürcher Landeskirchen alimentieren den Betrieb mit je 440'000 Franken pro Jahr. Dazu kommen Beiträge aus weiteren Kantonen. Der Gesamtumsatz liegt bei rund einer Million Franken. (sda)