Die WochenZeitung (WoZ) erscheint am Donnerstag mit einem achtseitigen Sonderbund, in den das Hauptblatt eingepackt sein wird. Die Beilage zur Medienlandschaft Schweiz imitiert die Gestaltung der Weltwoche und sieht der Konkurrentin täuschend ähnlich. Doch nicht nur äusserlich hat es die WoZ auf die Mitbewerberin von der anderen Strassenseite abgesehen. In einem "offiziellen Übernahmeangebot and die InvestorInnen der Jean Frey AG" wird die "Rettung der Weltwoche" angeboten.

Die WochenZeitung (WoZ) erscheint am Donnerstag mit einem achtseitigen Sonderbund, in den das Hauptblatt eingepackt sein wird. Die Beilage zur Medienlandschaft Schweiz imitiert die Gestaltung der Weltwoche und sieht der Konkurrentin täuschend ähnlich. Doch nicht nur äusserlich hat es die WoZ auf die Mitbewerberin von der anderen Strassenseite abgesehen. In einem "offiziellen Übernahmeangebot and die InvestorInnen der Jean Frey AG" wird die "Rettung der Weltwoche" angeboten.
"Gegen eine einmalige Honorarzahlung von 50 Millionen Franken", so das Angebot, "übernimmt die gesunde WoZ analog dem Swissair/Crossair-Modell die kranke Weltwoche -- mit dem Ziel, sie innert fünf Jahren nach WoZ-Geschäftsprinzipien zum Erfolg und dann wieder in die Selbständigkeit zu führen." Das Schicksal der Konkurrentin sei der WoZ weder egal, noch lasse sie die Lage ihrer KollegInnen kalt.
Begleitet wird die Aktion mit Anzeigen in der Weltwoche. Diese richten sich einerseits an die "leider unbekannten InvestorInnen", denen der "wohl freundlichste Take-Over der Mediengeschichte" schmackhaft gemacht werden soll. Andererseits wird den "sehr geehrten Weltwoche-LiebhaberInnen" ein Alternativplan vorgeschlagen. Falls die Weltwoche nicht überleben sollte, bietet sich die WoZ als "Rettungsboot" an: "Die WoZ rettet möglichst viele ihrer PassagierInnen und nimmt sie an Bord. Sprich: Ihre LeserInnen, ihre InserentInnen und Ihre MitarbeiterInnen." Weil dafür Wachstum Pflicht sei, wird eine Investition in "intelligenten Journalismus, intelligente JournalistInnen" vorgeschlagen -- mit einem WoZ-Abo. Begleitende Anzeigen werden im Übrigen auch in NZZ und Werbewoche geschaltet.
Der Sonderbund befasst sich über zwei Seiten hinweg mit dem Übernahmeangebot. Danach kommentieren elf Prominente aus Medien und Wirtschaft die These, die Schweizer Medienlandschaft verkomme zur Einöde. Diese These wird in einem weiteren Artikel begründet. Den Schluss der Beilage macht ein Porträt des "Ideologen Roger Köppel". Weitere Informationen finden sich unter http://www.woz.ch/wozhomepage/pressewewo/pressefotos.htm

Die Frontseite der WoZ-Medienbeilage



