Ombudsmann kritisiert "Comedy im Casino"

SF DRS - Religiöse Gefühle lächerlich gemacht.

DRS-Ombudsmann Otto Schoch hat eine Ausgabe der Satiresendung "Comedy im Casino" kritisiert. Der deutsche Kabarettist Oliver Hepp habe einen katholischen Gottesdienst verulkt und dabei religiöse Gefühle lächerlich gemacht. Die sieben gegen die Sendung eingereichten Beanstandungen stuft Schoch als begründet ein, wie er in der neuesten Ausgabe von "Link", dem Monatsmagazin des DRS-Publikumsrates und der Mitgliedergesellschaften, schreibt.

Er habe sich in seiner Beurteilung an der Praxis der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) und des Bundesgerichts orientiert. Diese besage, dass besonders sensible religiöse Gefühle und zentrale Glaubensinhalte nicht lächerlich gemacht werden dürften.

Abendmahl verulkt

In einer Ausgabe von "Comedy im Casino" vom Spätherbst 2004 hatte der deutsche Kabarettist Oliver Hepp als "Pater Harald" einen katholischen Gottesdienst verulkt. Schoch kritisiert insbesondere, dass Hepp dabei eine Hostie zur Hand nahm und ass sowie aus einem Kelch trank.