Ombudsmann stellt sich hinter Peter Düggeli

SRF - Ein Beanstander hat verlangt, dass man den USA-Korrespondenten «entfernt», weil er nur «Schwachsinn» und «Blödsinn» verbreite. Die Vorwürfe konnten nicht belegt werden – dies nach der Durchsicht der letzten 20 Beiträge.

«Wie lange müssen wir noch den Peter Düggeli/Washington aushalten?», schreibt ein Zuschauer in einer E-Mail an der Ombudsmann. Der SRF-Fernsehkorrespondent sei dringend zu entfernen. «Sein Schwachsinn ist unglaublich. Er verzapft nach seinem Gusto (Trump basher) völligen Blödsinn daher, ist wiederholt weit weg von der US-Realität und -Wahrheit. Er ist eine Schande für die Schweiz.»

Ombudsmann Roger Blum forderte daraufhin die Redaktionen von «Tagesschau» und «10vor10» auf, die jeweils letzten zehn Beiträge von Düggeli zu analysieren und zu überprüfen, ob die Vorwürfe zutreffen.

Ausführliche Stellungnahme

«Wir möchten darauf hinweisen, dass wir von einem Korrespondenten neben korrekten Fakten vor allem auch eine analysierende Einordnung erwarten», antworten Franz Lustenberger von der «Tagesschau» und «10vor10»-Redaktionsleiter Christian Dütschler gemeinsam. «Es ist deshalb durchaus möglich und liegt in der Natur der Sache, dass in manchen Fällen die Einschätzung derselben Situation aus einer späteren Perspektive anders ausfallen kann.» Mit einer «Verdrehung von Fakten», wie dies der Beanstander bezeichnete, habe das nichts zu tun.

Ausführlich gehen die beiden Redaktionen auf jeden der 20 Beiträge ein. Auch Blum kommt in seiner Stellungnahme zum Schluss: «Peter Düggeli berichtet und analysiert nüchtern, redlich und fair. Er ist vielleicht sprachlich nicht so souverän, braucht das Wort ‹eben› inflationär, aber seine Einschätzungen sind treffend, selbst wenn sie einen kommentierenden Ton annehmen.» Düggeli vermittle belegbare Fakten und keine Fake News. Aus diesem Grund unterstützt Blum die Beanstandung nicht. (cbe)