Der Verwaltungsrat der Schweizer Mediengruppe Tamedia hat die beiden Ombudsmänner Ignaz Staub und Daniel Cornu in ihrem Amt bestätigt, heisst es in einer Mitteilung. Ignaz Staub, der dieses Amt seit 2010 ausübt, ist wie bisher für die Zeitungen, Zeitschriften und Newsplattformen von Tamedia in der Deutschschweiz sowie für «20 minutes» und «20 minuti» verantwortlich. Daniel Cornu bleibt Ombudsmann für die Medien von Tamedia in der Westschweiz.
Staub stieg als freier Sportreporter beim Schweizer Radio und Fernsehen in den Journalismus ein, bevor er nach Stationen bei der «Weltwoche» und der «Schweizer Illustrierten» 1987 zum «Tages-Anzeiger» stiess. Während seiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit für den «Tages-Anzeiger» leitete er unter anderem das Ressort Ausland und berichtete als Korrespondent aus dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist Mitglied der Organization of News Ombudsmen (ONO).
Cornu blickt auf eine langjährige journalistische Karriere zurück, unter anderem als Chefredaktor der «Tribune de Genève». Nach seinem Rücktritt gab er seine Erfahrung als Direktor des Centre romand de formation des journalistes CRFJ an junge Journalistinnen und Journalisten weiter und unterrichtete als Dozent für Medienethik an den Universitäten von Neuchâtel und Genf. Nachdem er 1998 zum Ombudsmann der «Tribune de Genève» ernannt worden war, übernahm er diese Aufgabe 2007 auch für alle anderen Medien von Tamedia in der Westschweiz.
Die Ombudsmänner von Tamedia nehmen Beanstandungen redaktioneller und kommerzieller Inhalte entgegen, die Publikationen von Tamedia betreffen. Als unabhängige, nicht weisungsgebundene Persönlichkeiten tragen sie zur Qualitätssicherung der Medien von Tamedia bei. Alle Eingaben werden vertraulich behandelt und innerhalb von 60 Tagen beantwortet. (pd/cbe)