Online-Demo gegen Zensur

Reporter Ohne Grenzen - Menschenrechtler kämpfen online für freie Meinungsäusserung.

Die Menschenrechtsorganisation Reporter Ohne Grenzen (ROG) hat den morgigen Mittwoch, den 12. März, zum ersten "Internationalen Tag der freien Meinungsäußerung im Internet" erklärt. Im Rahmen einer unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehenden Protestaktion ruft die Organisation an diesem Tag zu einer Online-Demonstration gegen Internetzensur auf. Ab 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit können Interessierte auf http://www.rsf.org 24 Stunden lang für eine freie Meinungsäußerung im Internet demonstrieren. Nutzer können hierzu eine eigene virtuelle Figur erstellen und an einer von insgesamt neun Online-Demos teilnehmen. Diese finden in Ländern wie China und Kuba statt, wo die Meinungsfreiheit im Internet am stärksten eingeschränkt ist.

Laut ROG sitzen derzeit 63 Internet-Dissidenten auf der ganzen Welt hinter Gittern. Um einen globalen Überblick über die Situation in den jeweiligen Ländern zu ermöglichen, wird die Organisation am Mittwoch die aktuelle Liste der "Feinde des Internets" veröffentlichen. Bereits im Herbst 2006 rief ROG erstmals zu der Protestaktion "24 Stunden gegen Internetzensur" auf. Damals klickten rund 40.000 Internetnutzer auf eine interaktive Weltkarte und konnten so die "schwarzen Löcher des Internets" stopfen. (pte)