Online-Verlage versprühen Zukunftsoptimismus

England - Google gilt als Bedrohung für Werbeeinnahmen.

Die Stimmung unter Online-Verlegern scheint derzeit besonders positiv. So blicken etwa die grossen britischen Internet-Medienunternehmen durchwegs optimistisch in die Zukunft und rechnen weiterhin mit deutlichen Zuwächsen. Wie die aktuelle, jährliche Befragung der Association of Online Publisher (AOP) ergab, rechnen die Online-Verlage -- darunter auch BskyB, Guardian Media Group und Financial Times -- für das Jahr mit einem digitalen Umsatzplus von 52 Prozent. Für die traditionellen Geschäftsbereiche wird nur mit neun Prozent Zuwachs gerechnet. Trotz den schlechten Erwartungen in Bezug auf die allgemeine Wirtschaftslage, sind die Online-Verleger hoffnungsfroh. AOP-Direktorin Ruth Borwnlee geht davon aus, dass die Branche jegliche Flauten ausgleichen wird können, da der Internettrend bei den Konsumenten weiter anhalte.

Als grösste Bedrohung empfinden die Online-Unternehmen offenbar den Internetriesen Google. Mit seiner dominanten Stellung im Online-Werbemarkt und der Übernahme des Werbenetzwerkes Doubleclick stellt Google für 38 Prozent der Befragten eine Gefahr für das Geschäft dar. Ebenso viele nannten Ausgaben sowie die Durchsetzung staatlicher Regulierungen als Bedrohung für ihr Unternehmen. Trotz Google-Übermacht und möglicher Überschätzung zeigen die Online-Medienhäuser aber weiterhin grosses Vertrauen in Internetwerbung als Finanzierungsmodell. 80 Prozent halten Onlinewerbung für zukunftsträchtig. (pte)