Unter hoi-magazin.com ist seit Mittwoch ein neues Onlinemedium erreichbar. Ab Herbst sollen journalistische Inhalte angeboten werden. «Das neue Magazin soll ein sehr menschliches sein: Platz finden darin alle, die etwas zu erzählen haben», heisst es in einer Mitteilung dazu. «Hoi» soll mittels Crowdfunding finanziert werden. Bis Ende August sollen rund 56'000 Franken gesammelt werden, dies für Marketing, faire Löhne für zukünftige Mitarbeiter und Materialkosten.
Hinter dem neuen Magazin stehen die beiden Journalistinnen Tijana Nikolic und Vanessa Varisco. «Das Tempo in der Medienbranche hat in den letzten Jahrzehnten frappant zugenommen. Journalisten haben kaum die Zeit, den Menschen hinter dem ersten ‹Hoi› wirklich kennenzulernen und deren Geschichte zu erzählen», schreiben sie weiter. Das soll nun mit dem «nationalen Onlinemagazin» geändert werden.
Jeden Monat wird laut Mitteilung ein Thema bestimmt, zu welchem wöchentlich zwei Porträts sowie eine Kolumne erscheinen. Durch dieses Modell werde aktuellen Themen ebenfalls Platz eingeräumt. «Hoi» sei kein Blog, sondern «fundierter und gut recherchierter Journalismus». Ziel sei es, «die Leser weg vom Rausch der Kurznachricht und Sensation hinzu entschleunigten Berichten und lesenswerten Geschichten zu führen».
Die 24-jährige Vanessa Varisco ist studierte Germanistin und Politikwissenschaftlerin. Neben ihrem Einsatz an der Universität Zürich arbeitet sie bei der Zuger Zeitung. Zuerst als freie Mitarbeiterin durchlief sie den Weg von der Volontärin zur Redaktorin.
Tijana Nikolic ist studierte Journalistin und Sprachwissenschaftlerin. Bereits während ihres Studiums von 2010 bis 2015 arbeitete sie als freie Journalistin bei La Pagina in Zürich, einer Zeitung für Italiener in der Schweiz. Nach ihrem Studium machte sie 2015 ein Volontariat beim Oltner Tagblatt, bei dem sie danach einige Monate das Ressort Niederamt als Vertretung leitete. Danach folgten diverse Praktika und freie Mitarbeiten beim Zürcher Oberländer, der Berner Zeitung und Zentralplus in Luzern. Seit Anfang 2020 arbeitet die 35-Jährige ebenfalls für die Zuger Zeitung. (pd/cbe)

