Am Mittwoch hat das Onlineportal Bajour das Crowdsourcing-Projekt «Wem gehört Basel?» lanciert. Mit einer selbst entwickelten Web-App soll die Leserschaft an Bord einer aufwendigen Recherche geholt werden, «um endlich Transparenz auf dem Basler Immobilienmarkt zu schaffen», wie es in einer Mitteilung heisst.
«Wir wollen wissen: Wer kauft unsere Stadt auf? Welche Investor*innen sind dafür verantwortlich, dass Wohnen in Basel immer teurer wird? Und wohin fliesst ihre Rendite?», schreibt Bajour. Normalerweise würden Journalistinnen und Journalisten bei diesen Fragen immer auf eine Wand stossen: «Zu dieser Immobilie geben wir keine Auskunft.» Wem die Stadt gehöre, bleibe geheim.
«Wir von von Bajour wollen diese Blackbox knacken. Und finden mit unseren Leser*innen bei jedem einzelnen Haus in Basel heraus, wem es gehört. Diese Informationen werten wir aus und veröffentlichen wir – und sorgen so für Transparenz auf dem Basler Immobilienmarkt», heisst es dazu. Die Infos werden unter wemgehoertbasel.ch gesammelt.
Bajour geht laut Mitteilung «selbstverständlich sorgfältig mit den Daten um». Sie würden «in einem sicheren, geschützten Bereich abgespeichert». Bajour verpflichte sich ausserdem, Resultate der Recherche nur nach strengen journalistischen Standards des Schweizerischen Presserats zu veröffentlichen. «So werden beispielsweise keine Einfamilienhäuschenbesitzer*innen preisgegeben», heisst es. Interessant seien die grossen Player auf dem Markt, «die mit ihren Entscheidungen das Leben in der Stadt nachhaltig beeinflussen». (pd/cbe)

