09.03.2007

SF

Oper auf zwei Sendern hat überzeugt

Leistungen des Moderatorenteams unterschiedlich.

Die Übertragung von Mozarts Zauberflöte -- live und backstage -- gleichzeitig auf SF 1 und SF zwei vom Donnerstag 1. März, hat den Publikumsrat SRG.D überzeugt. Er kann sich weitere kulturelle Events in dieser Form durchaus vorstellen, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heisst. Eine Mehrheit des Rates glaube, dass solche Inszenierungen ein breiteres Publikum ansprechen können, auch wenn -- oder gerade weil -- die Zuschauerinnen und Zuschauer von einem Kanal zum anderen wechseln müssen.

Die Backstage-Übertragung aus dem Zürcher Opernhaus hat dem Rat mehrheitlich gefallen, obwohl einige Ratsmitglieder hinter der Bühne ab und zu Szenen mit ähnlicher Aussagekraft entdeckt hätten und dem Moderatorenteam unterschiedlich gute Noten erteilten. Am meisten polarisiert hat Kurt Aeschbacher. "In positiver wie in negativer Hinsicht", wie Othmar Kempf, Präsident des Publikumsrates auf Anfrage von "persoenlich.com" erklärt.

Das Aeschbachers Leistung am meisten zu reden gegeben habe, hängt laut Kempf vor allem mit der Rolle zusammen, die der Moderator während der Sendung zu erfüllen hatte. Aeschbachers Aufgabe war es, hinter der Bühne "nahe dran" zu sein. Für einige Mitglieder des Publikumsrates war er zu nahe dran. Es entstand der Eindruck, dass er die Leute bei der Ausübung ihrer Arbeit zum Teil behindert hat.

Laut Kempf wurde auch allgemein die Sprache der Moderatoren vom Publikumsrat bemängelt. Man sei beim Rat der Meinung, wenn auf Hochdeutsch moderiert werde, dann müsse auch richtiges Deutsch gesprochen werden.


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