"P" für neues Radio an Bord geholt

Heeb - Deutsch und Heuberger weitere Investoren.

Der Basilisk-Gründer Christian Heeb plant für Basel ein Radio für Erwachsene und will UKW-Konzession von einem der bestehenden Sender Basilisk oder Basel 1. Ein entsprechendes Konzessionsgesuch wurde beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eingereicht.

Hinter dem Projekt "RBB -- Radio, das mehr Basel bietet" steht die neu gegründete Betriebsgesellschaft Medien für Erwachsene MFE AG. Zurzeit ist Heeb alleiniger Aktionär. Richtig interessant macht das Projekt die Zusammensetzung des Aktionariats nach einer allfälligen Konzessionerteilung.

So würden sich die PubliGroupe mit 25 Prozent, Günther Heuberger (als Privatperson, nicht für Radio Top) mit maximal 10 Prozent, Fibo Deutsch (als Privatperson, nicht als Geschäftsführer von Presse TV) mit 10 Prozent und der soeben in den Ruhestand getretene Chefredaktor der "Basellandschaftlichen Zeitung", Franz C. Widmer, mit 10 Prozent an der MFE beteiligen. Heeb selber würde noch 45 Prozent der Aktien halten, strebt aber eine sukzessive Reduktion seiner Beteiligung an der Kapitalgesellschaft auf maximal 25 Prozent an.

RBB möchte sich mit starken journalistischen Inhalten und einem Wortanteil von über 50 Prozent profilieren. Die Nachrichtenredaktion soll 24 Stunden besetzt sein. Die Redaktion soll 27 Vollstellen umfassen. Der Sender sagt "nein zu Mainstream-Journalismus und dem gängigen Format-Konzept" heisst es im Leitbild.

Die Finanzierung des Programms von RBB erfolgt nach den Plänen der Promotoren ausschliesslich über Werbe- und Sponsoringeinnahmen. Diese sollen von der PubliGroup generiert werden. Heeb rechnet mit einem Nettoumsatz von 5 Mio. Fr. im ersten Betriebsjahr.

Bisherige Konzessionsinhaber in der Region Basel sind Radio Basilisk und Radio Basel 1. "Basilisk" reichte am Mittwoch ebenfalls ein Konzessionsgesuch ein, wie Programmleiter Raphael Suter auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bestätigte. Er habe keine Angst vor Heebs Konkurrenzgesuch: "Wir haben einen Leistungsausweis."

Radio Basel 1 wolle die Konzession behalten, sagte CEO Silvana Imperiali auf Anfrage. Das Gesuch sei eingereicht. "Basel 1" habe den Betrieb saniert und stehe finanziell solide da. Sie widersprach Heeb, wonach "Basilisk" und "Basel 1" die gleichen Programme hätten. (per/sda)

Will die Basler Radioszene aufmischen: Christian Heeb.