Die SRG darf auf dem Wiederholungskanal SF info künftig auch Werbung senden. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Wie der Blick bereits heute berichtet, laufen nicht nur private TV-Anbieter gegen diese Bestimmung der neuen Konzession Sturm ("persoenlich.com" berichtete), sondern auch Parlamentarier. SVP-Medienpolitiker Maximilian Reimann spricht von einer Verzerrung des Werbemarktes, womit "die SRG einmal mehr gegenüber den Privatsendern priviliegiert" werde. Für ihn ist klar: Nun "müssen der SRG die Gebühren gekürzt werden".
Kurzfristig könnte das Parlament zwar nichts unternehmen, da der Bundesrat zuständig sei. In absehbarer Zeit jedoch stehe eine Anpassung des Fernsehgesetzes an die EU-Werberegeln an. Reimann kündigt an, die Gebührenfrage dann wieder auf den Tisch zu bringen. In die selbe Bresche schlägt auch FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger laut Blick: "Jedes neue Programm kostet mehr, dafür brauchts dann wieder mehr Konzessionsgelder. Das muss gestoppt werden." SRG-Sprecher Max Gurtner bestreitet dagegen, dass Mehrkosten entstehen. "SF info wird mit der neuen Konzession nicht teurer."