Der Blick hat nach dem tödlichen Pitbull-Angriff auf ein Kind eine Petition für ein Pitbull-Verbot lanciert. Am Mittwoch wurde im Blick eine Liste mit den National- und Ständeräten publiziert, welche die Petition bereits unterschrieben haben. Ebenso wurde eine Liste von den Politikern veröffentlicht, die nicht unterschrieben haben oder wie die NZZ in der Kolumne "Herausgegriffen" schreibt, "das Spiel des Blicks mitzuspielen".
Die Unterzeichnenden Parlamentarier fügen sich gemäss NZZ der Regie des Boulevardblattes und richten damit eine Petition an sich selber. Dies sei grotesk, da die National- und Ständeräte als gewählte Gesetzgeber selber tätig werden könnten, um ein Verbot zu erlassen.
Nicht weniger grotesk findet die NZZ das Verhalten der Jouranlisten: "Statt über das politische Geschehen im Bundehaus zu berichten, grasen die Blick-Redaktoren die Wandelhalle ab und nötigen die Parlamentarier zu einer Unterschrift." Kenne man die Masche der Boulevardzeitung, brauche es schon Mut, um den Kugelschreiber nicht zu zücken.