Dass die Verlage im Internet allen Unkenrufen zum Trotz Geld verdienen können, illustrierte Ralph Büchi, President International Axel Springer, anlässlich der Dreikönigstagung vom Dienstag. So habe etwa die deutsche "Bild-Zeitung" trotz Einführung bezahlter Angebote zusätzliche Kunden gewinnen und die Reichweite erhöhen können. Die Tageszeitung "Welt" habe ihre Reichweite um 20 Prozent gesteigert.
Damit zeichne sich ab, dass die Verlage auch künftig auf zwei Ertragssäulen bauen könnten: Werbeerlöse und zahlende Kundschaft. Wichtig werde sein, das Kerngeschäft mit journalistischen Inhalten weiter zu pflegen. Sonst drohe wie bei den Rubrikinseraten das Geschäft an branchenfremde Grosskonzerne abzuwandern.
Büchi plädierte dafür, die Zusammenarbeit mit Firmen wie Google und Apple in ausgewählten Gebieten zu suchen, und von ihrer Arbeitsweise zu lernen. (sda)