Personal streikt gegen Stellenabbau

BBC - Journalisten sind schockiert und beschuldigen Regierung.

Journalisten der britischen öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt BBC streikten am Mittwoch vor dem Bush House, dem Hauptgebäude von BBC World Service. Sie protestierten damit gegen die geplanten Streichungen von 650 Jobs – das sind mehr als 25 Prozent der gesamten Belegschaft. BBC World Service wird das Auslandsprogramm stoppen, welches in sieben Sprachen gesendet wird. Zudem werden fünf Sprach-Dienstleistungen geschlossen. Diese Massnahmen wurden nötig, weil die Regierung die Finanzbeihilfen um 16 Prozent kürzen wird. Die Journalisten sind der Ansicht, dass diese Sparmassnahmen einen gravierenden Schaden hinterlassen werden, da zum Beispiel in der Karibik, Afganistan oder Pakistan der BBC World Service in Zukunft nicht mehr emfangen werden kann und "somit unabhängige, analytische Berichterstattung fehlen wird".

Durch den Stellenabbau über drei Jahre würden 46 Millionen Pfund (rund 69 Millionen Franken) eingespart, erklärte die BBC am Mittwoch. Mit der Massnahme bereite sich die BBC auf das Wegfallen der Finanzierung durch das britische Aussenministerium vor, sagte der Direktor der Weltnachrichten, Peter Horrocks. Künftig werde das Programm über die Rundfunkgebühren finanziert. "Das ist ein schmerzlicher Tag für BBC World Service", erklärte er. Der Sender wurde 1932 gegründet, kostet 272 Millionen Pfund im Jahr und erreicht weltweit 180 Millionen Menschen über Radio, Fernsehen und Internet. Von den Programmen in 32 Sprachen werden das mazedonische, das serbische und das albanische eingestellt. (guardian.co.uk/sda)

Das Video vom Streik www.guardian.co.uk.