In den letzten drei Jahren musste Edipresse -- der grösste Zeitungsverlag der Westschweiz -- einen Rückgang der Erträge aus Einzelverkäufen oder Abonnementen von 9 Millionen Franken hinnehmen. Im laufenden Jahr rechnet der Medienkonzern im Schweizer Markt im Vergleich zum Vorjahr mit einen Rückgang der Werbeerträge um 10 Millionen Franken.
Davon sei nur ein Teil auf die konjunkturelle Abkühlung zurückzuführen. Es handle sich grösstenteils um einen strukturellen Rückgang der Werbevolumen in den Printmedien. Immer mehr Inserenten würden den Zeitungen den Rücken kehren oder zumindest ihr Engagement reduzieren.
"Dem müssen wir uns anpassen, bevor es zu spät ist", sagte der Generaldirektor von Edipresse Schweiz, Théo Bouchat, am Mittwoch in Lausanne vor den Medien und gab den Abbau von 50 Stellen bekannt . Den neuen Marktbegebenheiten anpassen will Edipresse auch die Direktion. Per Anfang 2009 werden die redaktionellen Belange aller Edipresse Schweiz-Produkte unter eine einheitliche Führung gestellt.
Bislang gab es dazu zwei Posten, einen für die Regionalzeitungen sowie einen für die "Matin"-Produkte und die Magazine. Neuer Leiter dieser Direktionsstelle wird Eric Hoesli. Sein Stellvertreter wird Peter Rothenbühler, der damit seinen Chefredaktorenposten beim "Matin" per Anfang 2009 abgibt. (sda)

