In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Interview by Ringier» interviewt Verleger und Kunstsammler Michael Ringier Altbundesrat Christoph Blocher und befragt ihn zu seiner Kunstsammlung.
Der langjährige Chefredaktor der Schweizer Illustrierten, Peter Rothenbühler, wundert sich in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche über dieses Interview und schreibt in seiner Kolumne an Christoph Blocher, dies sei eine «Wiederholung der Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen». So habe er – Rothenbühler – hausintern grosse Probleme bekommen, als er vor dreissig Jahren erstmals Blochers Kunstsammlung zeigte und auf der SI-Titelseite den SVP-Titan mit einem kleinen Anker-Bild präsentierte. Er sei «für diese Reportage von meinem Verleger Michael Ringier und seinen Beratern schwer beschimpft und ausgegrenzt» worden, so der Ex-Chefredaktor, da er als einer Ringier-Chefredaktor gegen sein ungeschriebenes Verbot verstossen habe, auch nur ein Wort über Blocher zu schreiben. In der Folge habe er nie mehr an den exklusiven Treffen des Ringier-Kaders mit Gästen teilnehmen dürfen. Zudem sei ein «Kesseltreiben» gegen ihn veranstaltet worden.
Am Ende seiner Weltwoche-Kolumne gibt sich Rothenbühler versöhnlich und schreibt an Blocher: «Das Schöne an der Geschichte ist der Beweis, dass Sie nicht nachtragend sind. Und dass Michael Ringier im Alter doch noch über seinen Schatten springen kann.» (ma)