Peter Studer findet Publikation sinnvoll

CIA-Fax-Affäre - Diskussion wurde angekurbelt.

Die Publikation des geheimen Fax des Nachrichtendienstes durch den "SonntagsBlick" war laut Peter Studer, dem Präsidenten des Schweizer Presserats, sinnvoll. Auf diese Weise sei die Diskussion um die CIA-Affäre angekurbelt worden.

So sei etwa die Frage aufgeworden worden, wieviel die Schweiz damals gewusst habe, sagte Studer am Dienstag im "Tagesgespräch" von Radio DRS. Wichtig sei dabei aber auch immer die Frage der Verhältnismässigkeit.

Gewisse Signaturen und Kürzel auf dem im "SonntagsBlick" abgedruckten Faksimile des Fax hätten beispielsweise abgedeckt werden können. Man müsse davon ausgehen, dass diese anderen Nachrichtendiensten Hinweise liefern könnten. Persönlich sei er der Meinung, dass sich Journalisten generell zu wenig die Frage der Verhältnismässigkeit stellten.

Die Forderung von Armeechef Christophe Keckeis, der "SonntagsBlick" solle keine Quellen nennen und das Faksimile nicht abdrucken, bezeichnete Studer als unmöglich. Die Quellenangaben und das Faksimile seien als Beleg der Recherche nötig gewesen.