Eine von der unabhängigen Gruppe von Fotografinnen und Fotografen auf Pressefoto.ch lancierte, laufende Unterschriftensammlung protestiert aus aktuellem Anlass gegen die Versuche, den Bildschaffenden ihre Urheberrechte und damit einen Teil ihrer Existenzgrundlage als Berufsfotografinnen und -fotografen zu entziehen. Die Unterschriftensammlung soll zeigen, dass die Fotografierenden bereit sind, sich für ihren Beruf einzusetzen.
Darum laden sie die Verlage an diesem Europäischen Tag "Stand up for Journalism" zu direkten Gesprächen ein, um die Grundlagen professionellen Bildschaffens zu erhalten. Die Bildschaffenden rufen gleichzeitig dazu auf, die Petition zu unterschreiben und damit ein Zeichen für die professionelle Bebilderung der Medien zu setzen, wie die Gruppe in einer Pressemitteilung vom Donnerstag schreibt.
Im Zeichen einer Kostenoptimierung versuchten zurzeit einzelne Schweizer Medienunternehmen, freie Fotografinnen und Fotografen zur Unterzeichnung neuer Rahmenverträge zu zwingen, schreibt die Gruppe weiter. Konkret sollen die freien Bildautoren den Medienunternehmen die Nutzungsrechte nicht nur für Mehrfachnutzungen in Produkten des Unternehmens ohne zusätzliche Honorierung abtreten, sondern darüber hinaus ebenso für Weiterverkäufe an Drittfirmen. De facto treten so die Medienunternehmen als Bildagenturen auf, ohne jedoch die Bildautoren an den daraus resultierenden Gewinnen beteiligen zu wollen. Damit würden Freischaffende weiter finanziell an den Abgrund gedrängt.
Vertreter der Gruppe beim Einreichen der Petition (Bild: Thomas Burla).