Mit einer Petition will die Seniorengruppe der Gewerkschaft Unia erreichen, dass das Tagblatt der Stadt Zürich wieder zu einer Tageszeitung wird. Die gegenwärtige Erscheinungsform als Wochenzeitung erachtet sie als ungeeignet. Die Seniorengruppe der Unia wolle nicht mehr länger warten, sagte deren Präsident Heinz Dreyer am Dienstag in Zürich. Ab Mittwoch bis Samstag sammelt die Gruppe deshalb Unterschriften für eine Petition, welche die Wiedereinführung des "altbewährten", täglich erscheinenden Tagblatts der Stadt Zürich zum Ziel hat.
Die Unterschriftenbögen sollen dann Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) zugestellt werden. Dieser solle damit bei den Herausgebern der Zeitung -- das Tagblatt gehört der Tamedia AG und der NZZ-Gruppe -- entsprechend Druck ausüben. Die Umstellung zum Wochenblatt, sagte Vorstandsmitglied Herbert Mielebacher, sei rundherum auf Ablehnung gestossen. Die neue Erscheinungsform sei für ein Amtsblatt völlig ungeeignet. Todesanzeigen und Bestattungsmeldungen zum Beispiel gehörten in eine Tageszeitung, die jedem gratis zugänglich sein müsse. Das gelte auch für die amtlichen Mitteilungen, präzisierte er.

