Platzordnung in der "Arena" wird beibehalten

SF - Anspruch der SVP "inakzeptabel".

SF-Chefredaktor Ueli Haldimann sieht keinen Anlass, die Platzordnung in der Politsendung "Arena" zu ändern. Er hält den Anspruch der SVP für inakzeptabel, dass künftig auf der einen Seite die Opposition stehen solle, auf der anderen die Vertreter der Regierung. Auf Anfrage der NZZ erklärte Haldimann: "Gemäss Verfassung und Gesetz sind wir verpflichtet, die Vielfalt der Meinungen angemessen zum Ausdruck zu bringen. Diesen Grundsatz würden wir verletzen, wenn wir die Welt hälftig in SVP und Nicht-SVP aufteilen würden. Auch innerhalb des Bundesrats gibt es eine Vielfalt der Meinungen, die wir angemessen zum Ausdruck bringen wollen."

Die SVP hatte vergangenen Freitag ihre Teilnahme in der Sendung "Arena" des Schweizer Fernsehens SF abgesagt. Dies, nachdem SF der Partei in der Diskussionssendung nicht gleich viele Plätze wie den Regierungsparteien zugestand. Haldimann begründet seine Haltung auch mit einem Verweis aufs Ausland. So sei es auch in Deutschland so, dass in einer Elefantenrunde jede Bundesratspartei mit ihrem Präsidenten vertreten sei, unabhängig davon, ob diese der Regierungskoalition oder der Opposition angehöre. Bei gewissen Sachfragen sind laut Haldimann jedoch Abweichungen möglich. Dies aber sei schon immer so gewesen.

Das Schweizer Fernsehen hat laut Haldimann der SVP den Vorschlag gemacht, eine "Club"-Sendung mit mehreren SVP-Vertretern durchzuführen. Die Blocherpartei zeigt jedoch kein Interesse daran, wie Ueli Maurer und Generalsekretär Gregor Rutz gegenüber der NZZ bestätigten.