Podium zu «Nach ‹No Billag› – was nun?»

Verein Qualität im Journalismus - Nach der umstrittenen Abstimmung folgen diskutieren Gabriele Siegert, Nick Lüthi, André Moesch und Roger Schawinski in die künftige Medienordnung.

«Der Bund subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen», er «betreibt in Friedenszeiten keine eigenen» und er oder beauftragte Dritte «dürfen keine Empfangsgebühren erheben», steht im Initiativtext zu «No Billag».

Die bestehende Medienordnung respektive Informationsversorgung des Landes würden damit ausgehebelt, schreibt der Verein Qualität im Journalismus. Diese Ordnung verpflichtet bislang die gebührenfinanzierten Medien, also die SRG sowie rund drei Dutzend konzessionierte lokale und regionale TV- und Radiosender, zu vielerlei Programmleistungen, die für die Qualität im Schweizer Journalismus und für die Demokratie gleichermassen von grosser Bedeutung seien.

Der Vorstand des unabhängigen Vereins mit Schweizer Medienschaffenden aus allen Bereichen, vielen Institutionen und Redaktionen, sowohl der gedruckten, als auch der elektronischen und digitalen Medien, zeigt sich besorgt über die Ausgangslage, die sich mit «No Billag» ergibt: Das bei einer Annahme drohende Wegbrechen eines erheblichen Teils der Branche und die danach laut Experten eintretende Verflachung und Kommerzialisierung der elektronischen Medien würde die Ziele und Bemühungen des Vereins erheblich tangieren. Aber auch bei einer Ablehnung bleibe Diskussionsbedarf.

Vor diesem Hintergrund lädt «QuaJou» am 7. März zur Debatte und zum Ausblick ein – im Anschluss an einen historischen Abstimmungskampf zur Schweizer Medienordnung.

Moderiert wird das Podium von Edith Hollenstein (Redaktionsleiterin persoenlich.com; «QuaJou»-Vorstand). Gäste sind unter anderem: Nick Lüthi («Medienwoche»), André Moesch (Leiter elektronische Medien NZZ und Telesuisse-Verbandspräsident), Roger Schawinski (Medienunternehmer, Buchautor) und Gabriele Siegert (Professorin Universität Zürich). (pd/maw)


Mittwoch, 7. März 2018, 18.30 bis 20 Uhr, danach Apéro; Pädagogische Hochschule Zürich (Raum: LAA-K020)
; Eintritt frei, keine Anmeldung nötig.