Anfang Dezember hat die Cablecom das protugiesische Staatsfernsehen RPTI aus dem normalen Angebot verbannt. Es kann nur noch mit zusätzlichem Empfangsgerät als Digital-Fernsehen gesehen werden. Dieses kostet 425 Franken. Zusätzlich muss noch eine monatliche Gebühr von 25 Franken bezahlt werden. Dies macht nun die Portugiesen sauer, wie der Blick berichtet. Der Generalkonsul Portugals wolle nicht hinnehmen, dass die portugiesischen Staatsangehörigen in der Schweiz mehr bezahlen müssen als andere Fernsehnutzer.
Die Cablecom hatte Mitte November mitgeteilt, dass RPTI und France 3 per 1. Dezember in das digitale Fernsehen verschobe werden. Das Hauptkriterium für die Verschiebung gerade dieser Programme sei ihre vergleichsweise geringe Einschaltquote ("persoenlich.com" berichtete).
Gemäss Blick prüfen die portugiesischen Fernsehzuschauer in der Schweiz juristische Schritte gegen die Cablecom, wie ein Vertreter erklärt habe. Laut dem Generalkonsul de Mesquita im Blick habe sich inzwischen auch der Botschafter höchstpersönlich der Angelegenheit angenommen.
Auch Ärger wegen Kundenreklamationen
Weiteres Ungemach für die Cablecom sind die vielen Kundenreklamationen. So berichtet der Beobachter, dass sich in den letzten neun Monaten 268 Beobachter-Abonnenten wegen Problemen mit der Cablecom bei der Zeitschrift gemeldet haben. In dieser Zeit seien 70 zusätzliche Arbeitskräfte im Bereich Kundendienst angestellt worden und diese Massnahmen hätten gemäss Cablecom-Sprecher Stephan Howeg auch eine spürbare Verbesserung gebracht. Dies aber nur bis zur Lancierung der Internettelefonie im Juni. Man habe nicht mit so vielen Neuabonnenten gerechnet, erklärt Howeg gegenüber dem Beobachter.