Preis an Urs Widmer verliehen

Internationale Messe für Buch und Presse - Vom 1. bis 5. Mai in Genf.

In Kunstkatalogen fanden oft nur seine meisterhaften Holzschnitte Eingang - hier vor allem die Autorenporträts. Seine aufmüpfigen Werke hingegen wurden ignoriert. Der Buchsalon erweist dem unbequemen, "frühlinken" Vallotton Referenz, dem grafischen Kommentator der wichtigsten politischen Ereignisse der Dritten Republik: Affäre Dreyfus, grosser Krieg.

Aussteller aus 40 Ländern nehmen am diesjährigen Buchsalon teil. Ehrengast ist Brasilien. Prominente Autoren wie Jorge Amado und Paulo Coelho nehmen teil. Vertreten sind dieses Jahr unter anderen die Länder China, Südafrika, Israel, Saudiarabien, Libyen, Albanien, Belgien, Deutschland, Rumänien, Türkei, Kanada, Slowakei und Polen. 20 bis 30 Aussteller sind deutscher Sprache, nur 6 davon haben Einzelstände. 40 weitere Verlagshäuser sind am Gemeinschaftsstand des Schweizerischen Buchhändler- und Verlegerverbands SBVV vertreten.

Selbstironischer Moritz Leuenberger

Bundesrat Moritz Leuenberger bewies in seiner Eröffnungsrede Selbstironie. Die Gelegenheit als Schriftsteller in Genf auftreten zu können, sei für ihn mit ein Grund am 1. Mai am Buchsalon zu sein, anstatt protestierend durch die Strassen zu ziehen. "Vielleicht bringe ich es so doch noch zum Verkauf einiger Exemplare." Leuenberger hob weiter hervor, dass "verschiedene kulturelle Wurzeln, die nicht eingemittet werden dürfen", zur Schweiz gehörten. Bei der Vermittlung der Kulturen käme dem Buch eine entscheidende Rolle zu.

Preis an Urs Widmer verliehen