Kurt Felix kritisiert in der Schweizer Illustrierten (SI), dass Presse-Interviews oft keine authentische Abbildungen der Gespräche, sondern bedenkliche "Mogelpackungen" seien. So sei es eine erschreckende Tatsache, dass Interviews, die in der Presse veröffentlicht werden, von den Befragten oft verstümmelt, verfälscht oder sogar bis zur Unkenntlichkeit verändert oder zensuriert würden. "In diesem Sinne sehen TV-Interviews besser aus. Sie sind authentischer, weil sie meistens live über den Bildschirm gehen", so Felix. Damit seien sie unveränderbar.
Laut Felix sind die Journalisten ihren Gesprächspartnern manchmal schutzlos ausgeliefert. Interviewgeber würden nachträglich einzelne Worte auswechseln, Fragen hinzufügen, Antworten streichen und im Verweigerungsfall den Rückzug des Interviews androhen. Dies sei der frustrierende Alltag der Redaktionsstuben und die Leser seien die "Genasführten". Weil Interviewtexte im Nachhinein verbogen werden können, leide die Glaubwürdigkeit des geschriebenen Wortes.