Kann U1 doch im analogen Grundangebot der Cablecom bleiben? Auf Ende August will die Kabelnetzbetreiberin den Privatsender ins kostenpflichtige digitale Angebot verbannen. Laut der Berner Zeitung könnte der Privatsender dank einer superprovisorischen Massnahme des Bakom nun doch noch Aufschub erhalten und vorläufig im Analognetz bleiben.
Bei der Aufsichtsbehörde ist ein Gesuch des Senders hängig, in welchem U1 die Aufnahme in die Must Carry-Liste fordert. Die Gesuchssteller beziehen sich dabei auf das neue Bundesgesetzt über Radio und Fernsehen. Dieses sieht vor, dass Kabelnetzbetreiber vom Bakom dazu verpflichtet werden können, ein Programm zu verbreiten. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dieses zur Erfüllung des verfassungsrechtlichen Auftrags beiträgt und die Verbreitung zumutbar ist.
Offiziell ist indessen noch nichts. Das Bakom will erst in den nächsten Tagen einen Entscheid fällen. Gemäss Berner Zeitung ist davon auszugehen, dass U1 solange im analogen Grundangebot bleiben darf, bis das Bakom den endgültigen Entscheid über das "Must carry"-Gesuch fällt. Dies allerdings dürfte länger dauern.
U1 soll dank neuen Investoren -- darunter Medienunternehmer Peter Weigelt CS-Manager Urs Rohner -- zu einem Sport-Programmfenster umfunktioniert werden. Geplant ist, vor allem über jene Sportarten zu berichten, welche vom Schweizer Fernsehen kaum berücksichtigt werden. Wie kürzlich bekannt geworden ist, bemüht sich U1 momentan auch um die Formel1-Rechte für die Saison 2008.