Im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien verlieh die Zeitschrift "Beobachter" am Freitagabend anlässlich einer feierlichen Gala den Prix Courage 2010. Die Jury unter der Leitung des Schriftstellers Franz Hohler ehrte den 24-jährigen Basler Marc Hofmann er ist Autist mit dem Jury-Preis in der Höhe von 25'000 Franken für seine ausserordentliche Zivilcourage. Hofmann hatte im vergangenen November ein Paar vor einer Schlägerbande gerettet und wurde dabei selber spitalreif geprügelt. Als er auf seinem Nachhauseweg frühmorgens bemerkte, wie mehrere junge Männer auf ein Pärchen eindroschen, stellte er sich kurzentschlossen dazwischen verbal eingreifen konnte er nicht, als Autist ist sein Sprachvermögen eingeschränkt. Die Schläger ergriffen die Flucht. Einige Minuten später aber griffen sie Hofmann wieder auf und fielen über ihn her, brachen ihm mit Schlägen und Tritten ins Gesicht Nase und Kiefer.
Die Mehrheit der Leserinnen und Leser des "Beobachters" gaben ihre Stimme für den mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreis den ehemaligen Angestellten des Zürcher Sozialdepartements Margrit Zopfi und Esther Wyler. Sie hatten im Jahr 2007 Unregelmässigkeiten in der Zürcher Sozialhilfe publik gemacht und damit schweizweit eine heftige Debatte über mangelhafte Kontrollen ausgelöst. Die 60-jährige Zopfi und die 51-jährige Wyler zahlten dafür einen hohen Preis: Sie wurden im Oktober 2007 verhaftet und wegen Amtsgeheimnisverletzung angeklagt und ihrer Stellen enthoben. Das Bezirksgericht Zürich sprach sie im Herbst 2009 vom Vorwurf frei, jetzt muss das Zürcher Obergericht über den Fall entscheiden.