Programmkommission Bern Freiburg Wallis äussert sich

SRG - Regionaljournal und "SF bi de Lüt" gelobt.

In einer Pressemitteilung vom Freitag hat sich die SRG-Programmkommission des Gebietes Bern Deutschfreiburg und Oberwallis detailliert zu einigen Programmpunkten geäussert. So lobte die Kommission das Regionaljournal von Radio DRS. Man sei froh, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine gemeinsame Sommeraktion der Regionaljournale geben werde, schreibt die Kommission. Die Aktion 09, welche der „Hofberichterstattung“ gewidmet war, sei nach Meinung der PK ein gutes Argument dafür, dass die einst in Programmkreisen angezweifelte Idee eine Fortsetzung finde. Diese stellte Regi-Leiter Peter Brandenberger an einer Sitzung der PK in Aussicht.

Die Kommissionsmitglieder liessen sich beim Anhören der „Hofsendungen“ immer wieder von der Vielfalt der Themen und der Höfe überraschen. In manchen Beiträgen hätte der Hofbezug nach Meinung der PK allerdings noch besser herausgearbeitet werden können. Die Regionaljournale werden ermuntert, im Sommer 2010 in Bezug auf die journalistische Gestaltung noch mehr Experimentierfreude zu zeigen.

Vor allem und gerade wegen des Mutes zum Live-Experiment hat die Programmkommission RGB die „Innenhofberichterstattungs“-Beiträge gelobt, welche das Regionaljournal SRG Bern Freiburg Wallis im Anschluss an die nationale Sommeraktion während einer Woche ausstrahlte. Dass nicht alle „Haustürbesuche“ gleich ergiebig ausfielen, nahm man gerne in Kauf. Und dass die Redaktion mit ihrer Sommeraktion auf überraschende Art und Weise eine städtebauliche Idee – die Innenhof-Belebung – konkret, live und unterhaltend erlebbar machte, wurde als weiteres Positivum vermerkt.

Auch zur Fernsehsendung "Live" – die im Rahmen von "SF bi de Lüt" ausgestrahlt wird – äusserte sich die PK ausführlich. Ihr gefällt die Sendung eindeutig besser als die Vorgängersendung "Bsuech in…". Sie bedauert aber, dass die längere Sendezeit nicht zu einer vertieften Information über den Sendeort genutzt wird. Sie kritisiert, dass mit dem heutigen Modus den Zuschauern kaum ein gültiges Bild des Ortes vermittelt wird. Alles in allem wird die Sendung aber als unterhaltend und abwechslungsreich bezeichnet. Die gewünschte Vertiefung wäre nach Meinung der Programmkommission möglich, ohne dass der unterhaltende Charakter der Sendung verloren ginge.

Die Sendung gewänne nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich, wenn gewisse Elemente, so etwa die versteckte Kamera, das Wappen-Würfelspiel oder der "Grill Ueli", gestrichen würden, schreibt die PK in ihrer Medienmitteilung weiter. Auch sollte bei der Themenwahl das Augenmerk weniger auf das Aussergewöhnliche in einem Ort gerichtet werden sondern auf das Typische.

Ginge es nach der PK, würde die Aussenreportage fallen gelassen oder zumindest weiter überdacht. Das Element Mythen/Sagen wird nur von einer kleinen Mehrheit als positive Neuerung betrachtet. Überdacht werden sollte auch die Ortschaftswette, deren Themen nur teilweise Sinn machen, die an der vorhergehenden Sendung besser vorgestellt werden sollte und der am Schluss der Sendung mehr Zeit eingeräumt werden müsste. Schade findet die PK, dass die Musik- und Gesangsgruppen oft nur "Staffage" oder deplaziert sind.

Nik Hartmann gefällt der Programmkommission auch in "Live" gut, auch wenn es nicht an Stimmen fehlt, dass seine Spontaneität auch Tücken habe und dass in SF die "Nik-Grenze" mit der Zeit erreicht sein dürfte. Dem Faible für Nik Hartmann ist es auch zu verdanken, dass nur eine schwache Mehrheit der PK das Element "Was gefällt nicht" nicht streichen möchten.