Die Mediengewerkschaft Comedia kündigt Widerstand gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei der Ringier Print Zofingen AG an. Sie veranstaltet am 22. Februar eine Protestkundgebung vor den Toren der Druckerei, wie sie am Dienstag verlautete. Mit der geplanten Auslagerung der Spedition wolle Ringier Print Zofingen sparen -- "auf Kosten der Mitarbeiter", wie die Comedia findet. "49 Personen wären künftig nicht mehr dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt und müssten mit längeren Arbeitszeiten, Ferienkürzungen und tieferen Löhnen rechnen."
Ringier Print Zofingen AG, ein Tochterunternehmen der Swiss Printers AG, plant den Fachbereich Logistik in die Imbach Logistik AG und die Gebäudereinigung in die Honegger Reinigungen AG auszugliedern ("persoenlich.com" berichtete). Laut Geschäftsleitung will man sich in Zofingen stärker auf die Kernprozesse Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung konzentrieren.
Comedia hatte gemeinsam mit Angestellten bereits am 10. Februar in einer Resolution gefordert, dass die Arbeitsbedingungen auch in den neuen Verträgen beibehalten werden. Zudem verlangte das Personal eine generelle GAV-Unterstellung für den Bereich Logistik sowie die Aussetzung der Frist für die Arbeitsvertragsunterzeichnung, bis die Verhandlungen zwischen comedia und der Arbeitgeberseite abgeschlossen sind.

