Radio Südost begrüsst die provisorische Konzession für Radio Grischa. Dies, weil die Übergangslösung kein Präjudiz schaffe. Im Visier haben Radiomacher Roger Schawinski und sein Team aber nach wie vor die Hauptkonzession für das Sendegebiet Graubünden/Glarus. Die jetzige Übergangslösung sei grundsätzlich zu begrüssen, damit Radio Grischa weiterhin auf Sendung bleiben könne, schreiben die Initianten von Radio Südost in einer Mitteilung auf ihrer Internetseite.
Für das laufende Verfahren sei eine Lösung geschaffen worden, die Rechtssicherheit biete und "welche das Hauptverfahren nicht präjudiziert". Deshalb verzichtet Radio Südost auf einen Weiterzug dieses Entscheides an das Bundesverwaltungsgericht. "Wir wollen die Hauptkonzession", sagt Stefan Bühler von Radio Südost unmissverständlich.
Tele Säntis nicht zufrieden
Neben Radio Grischa hat auch Tele Ostschweiz (TVO) eine provisorische Konzession erhalten. Konkurrent Tele Säntis bedauert in einer ersten Stellungnahme diesen Entscheid des UVEK. Es könne nicht sein, dass eine Übergangsregelung "ohne klare gesetzliche Grundlage" erlassen werde, kritisiert Günter Heuberger, Geschäftsführer von Tele Top, das UVEK in einer Mitteilung, die der SDA vorliegt. Dies insbesondere, weil die Kernpunkte der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts nicht geklärt worden seien. "Dazu gehört die Gefährung der Meinungs- und Angebotsvielfalt als Voraussetzung für eine Konzessionserteilung", präzisiert Heuberger.