Psychoanalyse des Dramas Deltenre vs. Schawinski

Weltwoche - Der eine bleibt sich treu, die andere fällt aus der Rolle.

Sat.1-Chef Roger Schawinski und SF DRS-Direktorin Ingrid Deltenre tauschten kürzlich via Medien Nettigkeiten aus ("persoenlich.com" berichtete). Nun liefert uns Kurt W. Zimmermann in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche die Psychoanalyse des "Beziehungsdramas Deltenre vs. Schawinski" nach. Schawinski sei "seiner Rolle perfekt treu geblieben, kommt "Zimmi" zum Schluss. Bei Deltenre erstaune hingegen, wie sehr sie aus ihrer Rolle gefallen sei.

Roger Schawinski reite seit seinen unternehmerischen Jugendjahren gegen die SRG. In regelmässigen Schüben befalle ihn auch die "Fernseh-Aggression, eine Art Leutschenbach-Malaria". Ingrid Deltenre kennt Psychoanalytiker Zimmermann als "sehr sachorientierte Persönlichkeit". Sie sei eher kühl, da passe es nicht, dass sie dermassen die Contenance verloren habe.

Die Verbissenheit der Kontrahenten habe auch mit dem Kampf um Anerkennung zu tun, "respektive mit dem Mangel an Anerkennung". Schawinksi werde nicht als Baumeister der Schweizer TV-Landschaft gewürdigt, was dieser gerne sehen würde. Ingrid Deltenre wiederum schlage Skepsis entgegen, weil sie nie journalistisch im TV-Geschäft tätig gewesen sei, sondern als oberste Werbeverkäuferin in den Direktorenjob gelangte. Auf Kritik reagiere sie daher unverhältnismässig.

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