Der Publikumsrat hat den "Literaturclub" im Schweizer Fernsehen SRF beobachtet. Unterschiedliche Meinungen gab es bei der aktuellen Beobachtung vor allem zum Gesprächsteam, zur Bücherauswahl und zur Lokalität, dem Papiersaal in Zürich. Dies schreibt der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Im Publikumsrat ist man sich einig, dass der "Literaturclub" ein wichtiger Teil des Service public ist. Die Dramaturgie der Sendung mit vier längeren Buchbesprechungen, ein bis zwei Lesungen und kurzen Buchtipps gefällt mehrheitlich. Dass auf die früheren Einspielfilme verzichtet wurde, wird ebenfalls positiv wahrgenommen und die Bücherauswahl wird als vielfältig empfunden. Weitere Zustimmung erfährt die Tatsache, dass in den meisten Sendungen ausgewählten Schweizer Autoren vorkommen.
Eine Minderheit findet hingegen, die Bücher würden manchmal zerredet und so ihren Reiz verlieren. Geheimnisvoll erleben einige Ratsmitglieder auch die Lokalität, den Papiersaal in Zürich. Einige Diskussionen gab es auch zur Zusammensetzung der Gesprächsrunde. Das Team mit Elke Heidereich, Rüdiger Safranski und Hildegard Keller unter der Leitung von Stefan Zweifel wirke gescheit, aber wie ein ziemlich geschlossener und manchmal abgehobener Zirkel, zu dem man als Laie wenig Zugang habe. (pd)