Radio-Feature ausgezeichnet

Medienpreises für Freischaffende - Lucia Vasella und Marina Bolzli heissen die Gewinnerinnen.

Lucia Vasella und Marina Bolzli gewinnen den Medienpreis für Freischaffende. Die beiden Journalistinnen wurden für ihr exzellentes Radio-Feature "Verschobene Leben in Bosnien" ausgezeichnet, das auf DRS 2/Passage 2 sowie Radio RaBe und Radio X zu hören war. Der Preis wurde heute im Rahmen einer Feier im Kino RiffRaff in Zürich an die beiden Hauptgewinnerinnen übergeben. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, hob in seiner Laudatio hervor, das Radio-Feature von Lucia Vasella und Marina Bolzli über eine Reise von Sarajevo nach Zvornik in Bosnien zeige, wozu Pressefreiheit gut sei und warum Journalismus Zukunft habe: "Wenn und weil er Fachkenntnis mit professioneller Leidenschaft und Meisterschaft und einer feinen, klaren, nachdenklichen Grundhaltung verbindet. Leidenschaft - das ist es, was diesen Beitrag auszeichnet. Sie zeigt sich in der Akribie, in der Sorgfalt, in der Liebe, mit der das Thema erspürt und erarbeitet wird."

Lucia Vasella, 1979 in Brig geboren, arbeitet als freischaffende Journalistin und Radio-Feature-Autorin, u.a. für DRS 2, Edito/Klartext und Die Wochenzeitung woz. Sie lebt in Bern, wo sie Ethnologie und Medienwissenschaft studierte. Marina Bolzli lebt als freischaffende Autorin und Journalistin ebenfalls in Bern, wo sie auch Politologie und Russisch studierte. Seit 2007 schreibt sie für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften über kulturelle und gesellschaftliche Themen.

Zahlreiche Gäste haben an der Preisverleihung teilgenommen. Im Zentrum der Preisverleihung standen die zehn nominierten Arbeiten, welche die Jury Anfang Oktober aus den zahlreich eingesandten Print- und Radio-Beiträgen ausgewählt hatte. Die Schauspielerin und Sprecherin Irina Schönen las Ausschnitte aus den ausgewählten freien Arbeiten vor – Reportagen, Porträts, Hintergrundberichte aus Print und Radio. Es wurde zudem ein Stilpreis an RedaktorInnen für die gute Zusammenarbeit ("White List") sowie ein Fortbildungspreis, gestiftet vom maz Luzern, verliehen. Die Siegerarbeiten und alle nominierten Arbeiten sind auf http://www.medienpreis-fuer-freischaffende.ch veröffentlicht.

Der Preis für unabhängigen Journalismus wird alle zwei Jahre ausschliesslich an freie Journalistinnen und freie Journalisten verliehen und wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vergeben. Der Preis für unabhängigen Journalismus wurde 2008 von Anita Hugi und Ingrid Isermann ins Leben gerufen. Ziel des Medienpreises für Freischaffende ist es, die besten Arbeiten aus freier Mitarbeit auszuzeichnen und durch den Wettbewerb Volumen und Qualität des Journalismus aus freier Arbeit aktiv zu dokumentieren. (pd)