Eine Schweizer Journalistin, die über die Präsidentschaftswahl in Sri Lanka berichtet hatte, muss das Land doch nicht verlassen. Die Regierung in Colombo zog die Anordnung zurück, dass die Korrespondentin von Radio DRS ausreisen müsse. Ursprünglich sollte die Radiojournalistin Karin Wenger das Land bis Montag verlassen haben. Ein Sprecher der srilankischen Regierung erklärte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass "falsche Informationen" zum Entscheid geführt hätten.
Ein Mitglied der Regierung hatte die Radiofrau öffentlich kritisiert, weil sie Regierungsvertretern an einer Medienkonferenz kritische Fragen gestellt hatte. Dabei ging es um Unstimmigkeiten bei der Präsidentschaftswahl vom Dienstag. Menschenrechtler hatten die Rechtmässigkeit des Urnenganges angezweifelt, die der bisherige Präsident Mahinda Rajapakse gewonnen hatte. Das Informationsdepartement der Regierung Sri Lankas hatte Wenger ursprünglich eine Akkreditierung und ein Visum bis zum 17. Februar ausgestellt. Wenger ist Korrespondentin von Radio DRS in Neu Delhi. (sda)