Bessere Nachrichten als ihre Kollegen bei Ringier oder der "Weltwoche" haben am Mittwoch die Mitarbeiter von Axel Springer Schweiz erhalten. In einem Mitarbeiterschreiben, das "persoenlich.com" vorliegt, erwartet CEO Ralph Büchi angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein anspruchsvolles 2009, "das uns wohl allen viel Einsatz und Kreativität abverlangen wird". Es sei derzeit kaum möglich, die Dimensionen und somit auch die Auswirkungen des absehbaren Abschwungs verlässlich einzuschätzen.
Dank der schlanken Strukturen und der hohen Produktivität in allen Bereichen stehe Axel Springer Schweiz heute aber kerngesund da. "Deshalb, und dies ist sicher eine gute Nachricht, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, vorsorglich Abteilungen zurückzustutzen oder gar Entlassungen Anzukündigen", so Büchi. Er hoffe sehr und setze alles daran, ohne schmerzhafte Einschnitte durch die rezessive Phase zu kommen.
Büchi hält aber auch fest, um dies zu erreichen, sei es notwendig, einer sorgfältigen Kostenkontrolle besonderes Augenmerk zu schenken und auch bei der Gestaltung des Salärsystems Mass walten zu lassen. Mit Blick auf 2009 habe die Geschäftsleitung entschieden, die gesamte Lohnsumme bei Axel Springer Schweiz um bis zu 2 Prozent zu erhöhen.
Profitieren werden die Mitarbeiter von Axel Springer Schweiz auch vom im vergangenen Jahr erstmals eingeführten Erfolgsbeteiligungsmodell. Büchi: "Dank dem erfreulichen Geschäftsverlauf in diesem Jahr wird diese wiederum mindestens auf gleicher Höhe liegen wie im Vorjahr."
(Text: Stefan Wyss)